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Patientenstudie: Reduzierte Schmerzen dank NordiCare Stützgürtel

Eine Studie zeigt, dass der postoperative Stützgürtel von NordiCare die Schmerzen nach einer Laparotomie reduziert.

Studien “Effect of an elastic girdle on lung function, intra-abdominal pressure, and pain after midline laparotomy: a randomized controlled trial”  zeigen positive Effekte einer postoperativen Leibbinde. Patienten, die sich einer Laparotomie unterziehen und postoperativ eine individuell angepasste vorgefertigte Leibbinde verwenden, haben laut Studie im Vergleich zu Patienten ohne Leibbinde signifikant geringere Schmerzen. Die Studie wurde von L. Clay, U. Gunnarsson, K. A. Franklin und K. Strigård durchgeführt.

In der Studie wurde LyftPlus von NordiCare verwendet.

Die Verwendung einer Leibbinde kann daher als kostensparende Maßnahme angesehen werden, da sie eine geringere Morphindosierung und eine schnellere Mobilisierung ermöglicht. Die Studie ist bei Clinicaltrials.gov unter der Nummer NCT01517217 registriert, wurde im Januar 2014 genehmigt und im International Journal of Colorectal Disease (Springer Berlin Heidelberg) veröffentlicht.

Zusammenfassung der Studie

Ziel

Für Patienten bedeutet eine Laparotomie Schmerzen im Operationsbereich, Schwäche der Bauchmuskulatur, eine verminderte Lungenfunktion und Schmerzen beim Husten. Die Wirkung der Verwendung einer Leibbinde als Hustenstütze nach Bauchoperationen war umstritten und die wissenschaftliche Evidenz schwach und widersprüchlich.

Die Hypothese dieser kürzlich veröffentlichten randomisierten Studie ist, dass die Verwendung einer vorgefertigten Leibbinde postoperativ nach einer Laparotomie dem Patienten eine komfortable Hustenstütze bietet, ohne die Atmungsfähigkeit negativ zu beeinflussen, dass sie Schmerzen reduziert und dass sie einfach anzuwenden ist. Es gibt keine vorherige Studie, die die Wirkung vorgefertigter Leibbinden untersucht hat.

Methode

48 Patienten wurden eingeschlossen und in zwei Gruppen randomisiert, eine mit vorgefertigter Leibbinde postoperativ (23) und eine ohne (25). Die Patienten waren über 18 Jahre alt und hatten einen geplanten Mittellinienschnitt von über 12 cm im Nabelbereich. Sowohl benigne als auch maligne Diagnosen wurden akzeptiert. Patienten mit Demenz oder Bedarf an langfristiger Sauerstoffzufuhr wurden ausgeschlossen. Die vorgefertigte Leibbinde heißt Lyft Plus, wird von NordiCare geliefert und wurde gewählt, da sie einfach anzulegen ist, über einen breiten Klettverschluss verfügt und keine störenden Nähte aufweist, was für den Komfort wichtig ist. Bei Bedarf kann ein Loch für ein Stoma einfach ausgeschnitten werden, ohne dass die stützende Funktion beeinträchtigt wird. Das Produkt ist in fünf Größen erhältlich und wird von einer erfahrenen Pflegekraft angepasst, um optimalen Halt zu gewährleisten, ohne die Atmung zu beeinflussen.

Die Lungenfunktion wurde am Tag vor der Operation mit PEF und Husten‑PEF gemessen und anschließend postoperativ an den Tagen 1–5. Auch die forcierte Vitalkapazität (FVC) und das maximal ausgeatmete Volumen in der ersten Sekunde (FEV1) wurden gleichzeitig mit dem PEF gemessen. Schmerzen wurden mit VAS am Tag vor der Operation und anschließend zweimal täglich postoperativ an den Tagen 1–5 gemessen. Auch der Ventral Hernia Pain Questionnaire (VHPQ) wurde am Tag vor der Operation sowie am fünften postoperativen Tag ausgefüllt. Der intraabdominelle Druck wurde bei den Patienten, die eine Epiduralanästhesie erhalten hatten, über einen Katheter in der Harnblase gemessen. Die Wundheilung wurde anhand von Fotografien beurteilt.

Ergebnisse

Beide Gruppen zeigten eine signifikante Abnahme der Lungenfunktion nach der Operation. Es wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den Gruppen hinsichtlich der Lungenfunktion in den Ergebnissen für PEF, Husten‑PEF, FVC und FEV1 festgestellt. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass der Rückgang der Lungenfunktion und Hustenfähigkeit nach der Operation auf andere Ursachen als die Leibbinde zurückzuführen ist, wie z. B. Anästhesie und/oder chirurgische Eingriffe. Auch der intraabdominelle Druck oder die Heilungsfähigkeit zeigten keine signifikanten Unterschiede. In Bezug auf Schmerzen zeigt die Studie jedoch, dass die Gruppe mit Leibbinde am fünften postoperativen Tag signifikant weniger Schmerzen hatte und dass die Patienten dieser Gruppe, die Morphin benötigten, signifikant niedrigere Dosen erhielten als die Gruppe ohne Leibbinde.

Patienten, die sich einer Laparotomie unterziehen und postoperativ eine individuell angepasste vorgefertigte Leibbinde verwenden, haben signifikant geringere Schmerzen und können daher als kostensparende Maßnahme angesehen werden, da sie eine geringere Morphindosierung und eine schnellere Mobilisierung ermöglichen.

Die Studie ist vollständig auf Englisch verfügbar hier. Siehe auch www.clinicaltrials.gov, Nummer NCT01517217.